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Uhren-Lexikon

Uhren-Lexikon

Analoganzeige Eine Analoganzeige bedient sich der Hilfe von Zeigern auf einem Zifferblatt, um die Uhrzeit anzuzeigen. Im Gegensatz dazu steht die Digitalanzeige, die die Uhrzeit mittels Ziffern (Digits) auf einem Display wiedergibt. Anker Ein Anker ist bei mechanischen Uhren ein vom Pendel oder der Unruh gesteuerter Schalthebel in Form eines Schiffsankers, der als Teil der Hemmung das Drehmoment des Steigrades in eine Hin- und Herbewegung zum Antrieb des Schwingsystems umwandelt. Da am Anker sowohl Gleitreibung als auch Stoßbeanspruchung stattfindet gilt er als einer der meist beanspruchtesten Teile einer Uhr. Das klassische Ticken einer Uhr wird ebenfalls vom Anker erzeugt. Automatikuhr Die Automatikuhr ist eine mechanische Armbanduhr, bei der die Feder bei Armbewegungen des Trägers durch einen Rotor in kleinen Schritten aufgezogen wird. Der Rotor, der zumeist kugelgelagert ist, bleibt bei Bewegungen des Uhrgehäuses aufgrund seiner Massenträgheit und der Schwerkraft im Raum stehen, wobei ein Drehmoment auf den Aufziehmechanismus ausgeübt wird. Im Normalfall wird die Feder in beide Drehrichtungen aufgezogen. Liegt die Drehbewegung des Gehäuses in der Achse des Rotors, so beruht das Prinzip allein auf dem Trägheitsmoment des Rotors. Bei Drehbewegungen, die senkrecht zur Achse des Rotors stattfinden, kommt die Exzentrizität desselben zum Tragen: Der Rotor ist zumeist nur halbkreisförmig ausgebildet, so dass sein Schwerpunkt nicht mit seiner Achse zusammenfällt. Wird die Uhr nur leicht aus der Horizontalen gedreht, genügt dies gegebenenfalls für eine 180-Grad-Drehung des Rotors. Eine Rutschkupplung verhindert ein Überdrehen der Zugfeder, wenn die Uhr bereits voll aufgezogen ist. Automatikuhren zeichnen sich neben ihrer einfachen Handhabung auch durch einen erheblich gleichmäßigeren Lauf aus, der durch die stets gleichmäßig gespannte Feder ausgelöst wird. Die Einführung der Automatikuhr brachte damit einen großen Fortschritt in Bezug auf die Gangabweichung.

Das Brechen der Kanten der Uhrwerksteile im 45-Grad- Winkel bei vollkommen gleichbleibender Breite der Brechungskante. Bandschliff oder Streifenschliff Feiner, streifenförmiger Schliff zur Dekoration des Uhrwerks, der auf Platinen, Räderbrücken oder Kloben aufgebracht wird. Bréguet-Spirale Spiralfeder mit Endkurve, deren letzter Umgang über der eigentlichen Spiralfeder nach genauen Berechnungen geformt ist. Brücke Ein Metallteil, das den oberen Lagerpunkt für mindestens eine Räderachse (Zapfen) bildet und auf der Rückseite der Werkeplatine befestigt ist. Cabochon Halbrund geschliffener Edelstein, der zur Zierde auf die Aufzugkrone gesetzt wird. Chronograph Eine Uhr mit zusätzlicher Kurzzeitmeßeinrichtung (Stoppuhrfunktion). Count-Down Zusatzmechanismus eines Chronographen, welcher einen vorab gewählten Zeitabschnitt rückwärts zählt und nach dessen Ablauf ein akustisches Signal gibt. Dreiviertelplatine Eine große Räderbrücke, die das Werk zu drei Vierteln bedeckt. Sie ist eine Spezialität des klassischen Glashütter Uhrenbaus. Duplex-Schwanenhalsfeder Eine in dieser Form noch nie zuvor realiserte Art der Feinregulierung einer Uhr. Zwei Schwanenhalsfedern regulieren unabhängig voneinander den Gang der Uhr und die Zentrierung des Schwungsystems ("Abfall"). Ewiger Kalender Ein Mechanismus zur Steuerung der Datumsanzeige, der die unterschiedlichen Monatslängen und Schaltjahre des Gregorianischen Kalenders berücksichtigt. Fliegendes Tourbillon Beim Fliegenden Tourbillon sind die Unruh, der Anker und das Ankerrad in einem einseitig gelagerten Käfig untergebracht, der sich in der Minute einmal um 360 Grad dreht. So werden durch Gravitation hervorgerufene Gangabweichungen der Unruh ausgeglichen. Fly-back Durch Knopfdruck wird der Stoppvorgang eines Chronographen augenblicklich beendet und die Chronographenzeiger springen auf null. Der Chronograph wird dabei nicht angehalten, er beginnt sofort wieder mit einer neuen Zeitmessung. Formwerk Bezeichnung der Uhrwerke bzw. Kaliber, die von der kreisrunden Normalform abweichen Beim Fliegenden Tourbillon sind die Unruh, der Anker und das Ankerrad in einem einseitig gelagerten Käfig untergebracht, der sich in der Minute einmal um 360 Grad dreht. So werden durch Gravitation hervorgerufene Gangabweichungen der Unruh ausgeglichen. Galvanische Veredelung Mittels elektrolytischer Verfahren werden Uhrwerksteile mit einer dünnen Schicht Gold oder Rhodium (einem platinähnlichen, silbrig glänzenden Metall) überzogen. Gangdauer Betriebsbereitschaft einer Uhr für die Zeit, die nach dem Vollaufzug bis zur völligen Entspannung der Triebfeder vergeht. Gangmodell Stark vergrößerte Ausführung einer Hemmung mit Unruh auf einer seperaten Werkplatte. Meist zur praktischen Erprobung neuer Konstruktionen bzw. als Lehrmaterial für Uhrmacherschulen. Gebläute Schrauben Gehärtete Schrauben aus Stahl, die durch Erwärmen auf etwa 290°C entspannt werden, wodurch sie eine dauerhafte tiefblaue Farbe annehmen. Goldchaton Goldringe, die die Lagersteine (Rubine) umfassen und in Räderbrücke, Kloben oder Gestellteile geschraubt bzw. gepresst werden. Guillochierung Von Hand durchgeführter Schnitt von gleichmäßigen Mustern oder Ornamenten z.B. auf Zifferblättern oder Gehäuseschalen. Besonderheit beim Guillochieren ist, dass das Werkstück zum Werkzeug geführt wird. Haute Horlogerie An den Begriff der haute Couture angelehnte französische Bezeichnung für die erlesene Uhrmacherkunst. Hemmung Ein Mechanismus, der eine schlagartige Entspannung der Aufzugsfeder verhindert und eine kontinuierliche Entspannung bewirkt. Kaliber Früher bezeichnete das Kaliber den Uhrwerkedurchmesser. Heute wird der Begriff kaliber synonym zur Bezeichnung des Uhrwerkes als solchem genutzt. Die nachfolgende Zahl steht dabei häufig nicht in Bezug zum Durchmesser. Komplikation Die Komplikation ist eine Zusatzmechanik, deren Funktion über die reine Zeitanzeige hinausgeht. Zu den so genannten "großen Komplikationen" gehören beispielsweise der Chronograph und der Ewiger Kalender. Lagerstein Künstlich gezogener Rubin mit einem zentrischen Loch zur reibungsarmen Lagerung der Zahnradzapfen. Lanzenzeiger Zeiger, dessen Formgestaltung an eine Lanze erinnert. Manufaktur Von lat. "manu factum" (von Hand gemacht). Im uhrmacherischen Sinne bezeichnet dieser Begriff die Arbeit eines Uhrenherstellers, der ausschließlich selbst entwickelte und in voller Fertigungstiefe selbst hergestellte Uhrwerke verwendet. Panoramadatum Glashütte Original Großdatumsanzeige mittels zweier konzentrisch angeordneter Zahlenringe. Perlierung Eine Verzierung, bei der ineinander verlaufende perlenförmige Kreisschliffe auf der Oberfläche aufgebracht werden. Platine Anderer Ausdruck für die Werkplatte, eine Grundplatte in der Form des jeweiligen Uhrwerks, mit Bohrungen zur Aufnahme sämtlicher Wellen des Räderwerkes. Die vordere (untere) Platine hat immer die volle Form des Uhrwerks, während die hintere (obere) Platine aus Teilstücken mit Ausschnitten für Unruh und Hemmung besteht oder durch einzelne Brücken oder Kloben ersetzt werden kann. Reglage Die Feinregulierung eines Uhrwerkes. Rotor Ein drehbares Metallteil, das an seiner Außenseite ein Gewicht aus Schwermetall oder Gold trägt und auf der Rückseite des Werkes sitzt. Dient dem automatischen Aufzug der Uhrwerksfeder bei Lageveränderung der Uhr. Rücker Eine auf dem Unruhkloben aufgebrachte Regulierungseinrichtung mit welcher die wirksame Spirallänge verändert und dadurch das Vor- und Nachgehen der Uhr beeinflußt werden kann. Saphirglas Uhrglas aus synthetischem Saphir, das aufgrund seiner hohen Härte kratzfest ist. Satinierung Ein Feinschliffdekor, dessen Bezeichnung seinen Ursprung im feinen Stoff Satin hat. Schraubenunruh Unruh, bei der der Unruhreif mit eingelassenen Schrauben ausbalanciert wird, um die Gewichtsbalance der Unruh herzustellen. Schwanenhalsfeinregulierung Eine Regulierungseinrichtung zur Einstellung des genauen Ganges einer Uhr, bei der das Rückstellmoment für den Rückerzeiger zur genauen Justierung durch eine Feder erzeugt wird, die die Form eines Schwanenhalses hat. Skelettierung Aufwändige Finissierungstechnik, bei der Teile einer Uhr bzw. des Uhrwerkes bis auf ihre tragende Grundsubstanz stark durchbrochen werden, so dass ein Einblick in das Werk und dessen Technik gegeben ist. Sonnenschliff Ein strahlenförmiger Zierschliff. Trieb Ein kleines Zahnrad, das in der Regel 6 bis 14 Zähne hat, welches in einem Getriebe zur Änderung des Übersetzungsverhältnisses zwischen Zahnrädern höherer Zähnezahl dient. Unruh Teil des Schwingsystems einer tragbaren Uhr, bestehend aus Unruhreif, -welle, Plateau und der Federspirale, welches durch seine Schwingungen den Ablauf des Räderwerks einer Uhr reguliert. Zinnflachpolitur Mittels eines Zinnstabes werden Uhrwerksteile aufwändig von Hand poliert, bis sie völlig eben und hochglänzend sind Automatik Eine Uhr mit einem mechanischen Werk, dass sich durch Bewegung selbstständig aufzieht. Chronometer Diese Bezeichnung dürfen nur mechanische Armbanduhren tragen, die in einem genau definierten Test eine besondere Ganggenauigkeit nachgewiesen haben. Jedes einzelne Uhrwerk wird dabei geprüft und einzeln zertifiziert. Weltweit darf diese Prüfung nur bei der Schweizer Prüfstelle “controle officiel suisses des chronometres” (COSC) durchgeführt werden. chronometer Prüfung gibt es mittlerweile auch in Glashütte.Dau Damenarmbanduhr (engl. Ladies) Digitalanzeige Im Gegensatz zur bekannten Uhr mit Zeigern und Markierungen auf dem Zifferblatt wird hier die Darstellung der Uhrzeit auf einem Flüssigkristall oder über LEDs gelöst. Funkuhr Quarzuhr, die durch ein über Funk ausgestrahltes Zeitsignal gestellt werden und dadurch extrem genau sind. Diese Uhren sind nur im Reichweitenbereich des für Sie vorgesehenen Funksignals verwendbar. Glasboden Dieser gibt die Sicht auf das Werk der Uhr frei. HandaufzugMechanische Armbanduhren, die per Hand aufgezogen werden. Synonym sowohl für die Art des Aufzugs als auch für die Art des Werks. Hau Herrenarmbanduhr (engl. Gents) Minutenteilung (minute track) Skala auf dem Zifferblatt, die es ermöglicht jede einzelne Minute abzulesen. QuarzwerkBatteriebetriebenes Uhrwerk - Elektronisches Werk Revision Mechanische Uhren brauchen in regelmässigen Intervallen eine Überprüfung . Diese Wartung wird auch als Revision bezeichnet Rotor Schwungrad bei mechanischen Automatik-Uhren, durch den die Uhr aufgezogen wird Steine (engl. jewels) Lagersteine aus diversen Kunstedelsteinen (Saphir, Rubin) werden bei Uhrwerken eingesetzt um an kritischen Stellen, die durch die ständige Bewegung verursachte Abnutzung zu vermeiden...